Untersuchungsgebiet
Allgemeine Flusscharakteristik
Salzach
Der Ursprung der Salzach liegt in den Kitzbüheler Alpen an den Hängen des Salzachgeiers auf rund 2.300 m Seehöhe.
In ihrem obersten Abschnitt verläuft die Salzach teilweise „wildbachartig“ und eingetieft in einem Kerbtal der Grauwackenzone. Nach Durchfluss durch den Salzachsee und Vereinigung mit der Krimmler Ach weitet sich der Talboden. Die Salzach fließt nun in einem West-Ost Längstal in Richtung Schwarzach. Bei der Großarlbachmündung vollzieht der Fluss einen scharfen Knick nach Norden. Flussab von Werfen durchbricht er beim Pass Lueg die Nördlichen Kalkalpen in einer gefällsreichen Schlucht, den „Salzachöfen“. Bei Golling verbreitert sich das Salzachtal wieder, der Fluss verläuft in einem Zungenbecken des Salzachgletschers.
Flussab von Salzburg durchfließt die Salzach zunächst die Flyschzone, darauf folgend das Helvetikum. Bei der Laufener Enge tritt der Fluss in das Becken von Osthermiething ein. Nach Passieren des Durchbruchtales von Radegund-Burghausen mündet die Salzach im Becken von Überackern bei Haiming in den von Westen kommenden Inn.
Von der Quelle bis zur Mündung legt die Salzach eine Strecke von 225 km zurück, die Fläche des Einzugsgebiets beträgt ca. 6.734 km²
Test- und Untersuchungsraum ist die Untere Salzach von Fkm 59,5 (Saalachmündung Freilassing/Salzburg) bis zur Mündung der Salzach in den Inn.
Inn
Der Inn entspringt im Schweizer Engadin auf rund 2.484 m Seehöhe aus dem Lunghiner See. Der hier als „En“ bezeichnete Fluss durchfließt vorerst vier Seen und passiert etwa nach 100 km Lauf bei Martinsbruck die österr. Staatsgrenze.
Der Inn durchfließt zunächst die Zentralalpen und eine schmale Zone der Grauwacken, ab Landeck bildet das Inntal die Grenze zwischen den Nördlichen Kalkalpen und den Zentralalpen. Von der Staatsgrenze bis Telfs verläuft der Inn abwechselnd in einem Sohlenkerbtal und Kerbtal. Die häufigsten Flusstypausprägungen sind dabei Furkation und gestreckter Typ. Lokal sind entsprechend der Talbodenbreite der pendelnde Flusstyp oder Übergänge zum gewundenen Typ vorhanden.
Im Bereich Schwaz und Wörgl streift der Inn nochmals die Grauwackenzone und durchfließt anschließend in einem Sohlental die Nördlichen Kalkalpen.
Zwischen Kufstein und Erl bildet der Inn die Grenzlinie zwischen Österreich und Deutschland, danach fließt er bis zur Mündung der Salzach durch Deutschland und stellt bis kurz vor der Mündung in die Donau bei Passau wiederum die deutsch/österreichische Grenzlinie dar.
Die Flusslänge des Inn beträgt insgesamt etwa 510 km, er entwässert ein Einzugsgebiet von rund 26.000 km².
Test- und Untersuchungsraum ist der Untere Inn von Fkm 70 bis zur Mündung bei Passau.