Ziele
Ziel des F + E – Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung einer harmonisierten Vorgehensweise sowie konkreter Handlungsempfehlungen für die fach- und grenzüberschreitende Umsetzung der WRRL, FFH- und VS-Richtlinie.
Einzelne Teilaufgaben sind zum Beispiel:
- Erarbeitung von EU-weiten Empfehlungen für eine harmonisierte Vorgehensweise zur Umsetzung der EU-WRRL und der FFH- und VS-RL auf Basis der Ergebnisse und Erfahrungen des Fallbeispieles Salzach- Inn. Dabei sollen insbesondere die Synergie- und Einsparpotentiale (z.B. bei Bestandserfassung, Monitoring und Managementplanung) aufgrund der grenzübergreifenden Kooperation der beteiligten Fachstellen der Bundesländer Bayern, Salzburg und Oberösterreich herausgearbeitet werden.
- Konkretisierung der Vorgehensweise an zwei nach Ausbaugrad und Auennutzung unterschiedlichen, grenzüberschreitenden Gewässern (Salzach und Inn). Abstimmung der Erhaltungsziele bzw. Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen für wasserabhängige Lebensraumtypen und Arten auf Basis der FFH-RL und WRRL und unter besonderer Berücksichtigung des Prozess-Schutzes als systemimmanentes Charakteristikum von Gewässerlebensräumen.
- Kalibrierung der Ziele sowie Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen anhand von sog. „Flaggschiffarten“ (z.B. die FFH-Anhang II - und IV - Arten wie Huchen, Äsche, Biber, Fischotter, Bachmuschel, Eschen-Scheckenfalter oder Scharlachkäfer) und Lebensraumtypen (Weichholz- und Hartholzauenwälder – FFH-Anhang I, Code 91E0 und 91F0). Dabei soll das methodische Konzept der „ökologischen Gilden“ erprobt und in Hinblick auf die Eignung sowohl für Monitoring und Evaluierung als auch für die Festlegung von Entwicklungs- und Erhaltungszielen diskutiert werden.
- Abstimmung und Synchronisierung bezüglich der gesetzlich geforderten Beteiligung der Öffentlichkeit nach den Vorgaben der FFH-RL und WRRL wie auch der länderspezifischen Regelungen zur Partizipation (z.B. in Bayern Runder Tisch bei Natura 2000 Gebieten).
Letztendlich soll ein übernational abgestimmtes Konzept erstellt und Empfehlungen erarbeitet werden, die beispielhaft für Flussgebiete in Grenzregionen Europas naturschutzfachliche, wasserwirtschaftliche und sonstige sozioökonomische Ziele entsprechend den Vorgaben der einschlägigen europäischen Richtlinien zusammenführen und den Prozess der Umsetzung optimieren.